Hochzeiten aus aller Welt

Hochzeiten aus aller Welt

Die Liebe ist ein seltsames Spiel und so gibt es weltweit große unterschiede zwischen verschiedenen Heiratsrituatlen. Einige davon möchten wir euch hier, allerdings in aller Kürze, vorstellen. Menschen heiraten überall auf der Welt. In den meisten Ländern heiratet man aus Liebe, in einigen Ländern gibt es jedoch die Zwangsheirat. In vielen Ländern gibt es die Monogamie, manche Länder bevorzugen jedoch die Polygamie.  Was aber zu jeder Hochzeit dazu gehört, sind die vielen Traditionen. Diese Traditionen unterscheiden sich vom Land zu Land, von Kultur zu Kultur. Nachstehend folgt ein kurzer Überblick zu Hochzeiten in einigen Kulturen, über weitere werden wir in weiterer Folge ebenfalls berichten.

1. Jüdische Hochzeit

Im jüdischen Glauben gilt die Ehe als heilig und ein Mensch, der nicht verheiratet ist, gilt als unvollkommen. Es gibt verschiedene Tage, an denen man heiraten darf oder soll. Man darf zum Beispiel bekanntlich nicht an einem Samstag arbeiten, da es ein Tag der Ruhe ist und die meisten jüdischen Paare heiraten an einem Dienstag.

Traditionell darf sich das Brautpaar eine Woche vor der Hochzeit nicht sehen, damit sie sich mehr aufeinander freuen. Bei der Trauung trägt die Braut ein weißes Kleid. Die Hochzeit findet normalerweise im Freien statt. Der Bräutigam bettet zuerst mit den männlichen Hochzeitsgästen und dann unterschreibt er den Ehevertrag („Ketubba“). In dem Ehevertrag steht, dass er um die Frau finanziell sorgen wird und sich um sie gut kümmern wird. Das Brautpaar steht unter einem Hochzeitsbaldachin (sog. „Chuppa“), der aus Stangen und einem kunstvoll gefertigten Stoffdach gebaut ist. Dieser symbolisiert das zukünftige Zuhause.  Der Bräutigam streift der Braut den Ring über den rechten Zeigefinger, denn der rechte Zeigefinger gilt als Finger der Weisheit. Die Braut darf später den Ehering auf einem anderen Finger tragen. Danach wird ein Becher Wein gesegnet und das Ehepaar trinkt daraus. Zum Schluss zertritt der Bräutigam noch ein leeres Glas, was an die Zerbrechlichkeit des Glücks erinnern sollte.

Die frischverheirateten Eheleute werden gleich nach der Zeremonie alleine im  Zimmer gelassen, damit sie die Ehe durch den Beischlaf vollenden können. Nach der Vollendung feiern sie weiter mit den Gästen.

2. Chinesische Hochzeit

China ist bekannt dafür, dass die Menschen dort großen Wert auf Zahlen legen – deswegen ist auch in China der Termin der Hochzeit extrem wichtig. Sehr negativ ist die Zahl vier, die Tod symbolisiert, sehr positiv hingegen ist die Zahl eins, denn diese Zahl symbolisiert Glück und Vermögen. Ebenso wichtig sind für die Chinesen auch die Tierkreiszeichen. Es kann einmal passieren, dass sie das Paar vor der Hochzeit trennt, weil die Tierkreiszeichen nicht zusammenpassen. Die Familie hat bei einer chinesischen Hochzeit einen großen Einfluss. Die Eltern entscheiden ebenfalls, ob die beiden zusammen passen.

An dem Hochzeitstag hat sollte sich die Frau drei bis sieben Hochzeitskleider vorbereiten. Eines davon ist das chinesische „Qipao“, das auf jeden Fall rot sein muss – Rot steht in China für Glück.

Das Brautpaar bekommt von den Gästen Umschläge mit Geld als Hochzeitsgeschenke. Auf einer chinesischen Hochzeit gibt es sehr viel Obst, damit das Brautpaar gesund und fruchtbar bleibt. Sehr oft sieht man bei den Hochzeiten auch Feuerwerke. Bevor die Braut ins Auto einsteigt, zieht sie die alten Schuhe aus und zieht sich neue an. Dieses Ritual symbolisiert den Einstieg in ein neues Leben.

3. Türkische Hochzeit

In der Türkei feiert man sehr großzügige Hochzeiten mit sehr vielen Gästen. Alles ist ins kleinste Detail geplant und Spaß steht im Mittelpunkt. Die Feierlichkeiten können auch mehrere Tage dauern. Die Kosten tragen normalerweise die Eltern von dem Brautpaar, der Rest der Familie kann aber auch etwas beisteuern.

Vor der Hochzeit müssen sich die beiden Familien der Brautleute kennenlernen und der Vater der Bräutigam muss den Vater der Braut fragen, ob er mit der Hochzeit einverstanden ist. Ein Tag vor der Hochzeit machen beide Brautleute einen Junggesellenabschied. Die Frau wird dabei mit Henna bemalt und wird mit traurigen Liedern zum Weinen gebracht. Das symbolisiert den Abschied vom Elternhaus. Die Männer trinken Tee und Alkohol.

Bei der Hochzeit trägt die Braut ein weißes Kleid mit einem roten Band. Die Gäste stecken bei der Feier dem Ehepaar Geld und Gold in die Brautkleidung. Es wird viel getanzt, getrunken und ausgelassen gefeiert.

Wir möchten abschließend darauf hinweisen, dass diese Beschreibungen stark verkürzt sind und selbstverständlich nicht verallgemeinernde Bilder erzeugen sollen. Vielmehr ist es so, dass innerhalb jeder Kultur auch große Unterschiede bestehen, wobei wir hier für einen kurzen Einblick sorgen möchten, ohne in irgendeiner Form eine Wertung vorzunehmen, sondern vielmehr um zu zeigen, wie Liebespaare in allen Ländern der Welt durch eine schöne Hochzeit glücklich werden!